Kategorie: Musik

Manchmal baue ich Häuser. Manchmal spiele ich. Und manchmal verliere ich mich vier Stunden lang in einer Spotify-Playlist. Willkommen in der Kategorie Musik. Und natürlich dürfen dabei zwei Namen nicht fehlen: Madonna und Depeche Mode.

  • Troye Sivan – FF: Mehr als nackte Haut

    Troye Sivan – FF: Mehr als nackte Haut

    Eben noch als Ritter im Musikvideo zu seinem Song „Party“ unterwegs, zieht es Troye Sivan nun auf Fire Island. Und weil es dort allein offenbar nur halb so schön ist, holt er sich gleich noch einen sexy Co-Star dazu: Felix Mayr.

    Und weil Troye Sivan nun einmal Troye Sivan ist, wird aus einem vermeintlich harmlosen Ausflug ans Meer ziemlich schnell eine ausgesprochen sinnliche Angelegenheit.

    First Look: Sonne, Strand und ziemlich viel Haut

    Ein Strandhaus, Dünen, das Meer und zwei attraktive Männer, die offensichtlich wenig Verwendung für umfangreiche Garderoben haben. Die Zutaten für „FF“ sind überschaubar. Das Ergebnis ist es nicht.

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    Hallo … wer bist du denn?

    Ich gebe es zu: Als Felix Mayr zum ersten Mal im Video auftauchte, galt meine Aufmerksamkeit für einen kurzen Moment nicht mehr unbedingt Troye Sivan.

    Mein erster Gedanke war nämlich: „Hallo … wer bist du denn?“

    Und als die Identität geklärt war, hatte er auf Instagram auch schon einen neuen Follower. Mich. Rein aus journalistischem Interesse, versteht sich.

    Szene aus Troye Sivans Musikvideo „FF“: Ein junger Mann mit kurzen Haaren steht mit nacktem Oberkörper in einer weiß gefliesten Dusche. Er trägt eine Halskette und stützt eine Hand an der Wand ab. Die Szene ist in kühles bläuliches Licht getaucht.

    Und sagen wir es so: Die Besetzung ist durchaus gelungen. Dass zwischen den beiden vor der Kamera die Chemie stimmt, lässt sich jedenfalls nur schwer übersehen.

    Troye und Felix küssen sich, liegen eng umschlungen auf dem Sofa, genießen eine gemeinsame Dusche und lassen auch auf einer Treppe keinen Zweifel daran, dass zwischen ihnen eine gewisse körperliche Anziehung besteht.

    Dabei setzt das Video immer wieder auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die den intimen Momenten eine fast schon nostalgische Atmosphäre verleihen. Dazwischen stehen farbige Bilder von Meer, Himmel und Dünen.

    Und natürlich gibt es reichlich Gelegenheit, die beiden Herren ausgiebig zu betrachten. Troye weiß schließlich, wie man sein Publikum bei Laune hält.

    Doch irgendwann fiel mir beim Anschauen etwas auf.

    Moment mal, ich habe Fragen …

    Warum sehen wir die beiden leidenschaftlich auf einer Treppe – und kurz darauf Troye allein an derselben Stelle? Warum blickt Troye zu Felix auf der Dachterrasse hinauf? Warum sehen wir Felix später allein dort stehen – und warum ist die Terrasse am Ende plötzlich leer?

    Drei Szenen aus Troye Sivans Musikvideo FF: Links blickt Troye von unten zu Felix Mayr auf einer Dachterrasse hinauf. In der Mitte steht Felix allein auf der Terrasse. Rechts blickt Troye erneut nach oben, doch die Terrasse ist leer.

    Plötzlich wirken die leidenschaftlichen Szenen wie Erinnerungen. Oder vielleicht wie Vorstellungen von etwas, das es so nie gegeben hat.

    Besonders auffällig ist der Wechsel zwischen körperlicher Nähe und Einsamkeit. Eben noch liegen die beiden eng beieinander, dann sitzt Troye allein am nächtlichen Strand oder läuft durch die Dunkelheit.

    Selbst die gemeinsamen Szenen erzählen nicht immer von ungetrübtem Glück. Nach einem leidenschaftlichen Moment unter der Dusche sitzen die beiden auf dem Bett – mit einer bemerkenswerten Distanz zwischen sich.

    Das Video zeigt Nähe. Und im nächsten Augenblick deren Abwesenheit.

    Von zerbrechenden Gläsern und anderen Höhepunkten

    Natürlich wäre es kein Troye-Sivan-Video, wenn es nicht auch ein wenig mit unserer Fantasie spielen würde.

    Da geraten bei einem leidenschaftlichen Kuss auf der Treppe plötzlich Gläser ins Wanken und gehen zu Bruch. Da verweilt die Kamera auf Lippen, nackter Haut und Händen, deren Bewegungen durchaus Raum für erotische Interpretationen lassen.

    Und dann wäre da noch Felix, der mit geschlossenen Augen und zurückgelegtem Kopf an einer Holzwand lehnt. Man kann darin einfach einen entspannten Moment in der Sonne sehen. Man muss aber nicht.

    Troye zeigt gerade genug, um Gedanken in Bewegung zu setzen. Den Rest erledigt das Publikum ganz allein.

    Ein kleines Detail mit großer Bedeutung

    Zwischen all den Küssen, nackter Haut und leidenschaftlichen Momenten gibt es eine Szene, die mir besonders aufgefallen ist: ein PrEP-Medikament.

    PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe und bezeichnet eine medikamentöse Möglichkeit, sich wirksam vor einer HIV-Infektion zu schützen. Allerdings gilt auch hier: Andere sexuell übertragbare Infektionen können durchaus weiterhin „Hallo!“ sagen.

    Warum ich das erwähne? Weil ich es wichtig finde, dass solche Dinge sichtbar sind. Gerade in einem Musikvideo, das schwule Sexualität so selbstverständlich und unverkrampft zeigt.

    Troye Sivan sitzt in einem holzverkleideten Raum vor einem Spiegel und hält eine blaue Verpackung der HIV-Präventionsplattform MISTR in den Händen. Szene aus dem Musikvideo „FF“.

    Hier wird nicht lange erklärt, nicht moralisiert und schon gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger gewarnt. Das Medikament ist einfach da. Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Moments.

    Sexualität, Lust und Verantwortung müssen keine Gegensätze sein. Und HIV-Prävention gehört genauso zur Realität vieler schwuler Männer wie die Lust, die Troye Sivan in seinen Bildern feiert.

    Dass dieser Aspekt in „FF“ überhaupt sichtbar wird, finde ich bemerkenswert. Und wichtiger als manches noch so schöne Bild von zwei attraktiven Männern!

    Zwei Buchstaben, viele Gedanken

    Auch der Titel lädt zum Nachdenken ein. „FF“ steht für „Fucking Forever“. Allerdings haben diese beiden Buchstaben in der schwulen Sexkultur noch eine andere, deutlich explizitere Bedeutung.

    Zufall?

    Vielleicht. Aber wir reden hier von dem Künstler, der uns bereits mit „Rush“ eine ziemlich unverblümte Feier queerer Lust und Clubkultur präsentiert hat.

    Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass Troye Sivan diese Doppeldeutigkeit völlig unbekannt ist.

    Und was bleibt am Ende?

    Keine große Erklärung. Kein eindeutiger Schlussstrich.

    Stattdessen sehen wir Troye, der zu einer inzwischen leeren Dachterrasse hinaufschaut. Danach bleibt nur noch das Meer.

    Vielleicht erzählt „FF“ von einer Begegnung, die längst vorbei ist. Vielleicht von Sehnsucht, Fantasie oder von jemandem, den man sich so sehr wünscht, dass er für ein paar Minuten beinahe Wirklichkeit wird.

    Was mich an dem Video besonders fasziniert: Beim ersten Anschauen sieht man vor allem zwei schöne Männer und jede Menge nackte Haut. Beim zweiten entdeckt man kleine Brüche. Und beim dritten beginnt man, auf die Dinge zu achten, die plötzlich fehlen.

    „FF“ ist sexy. Keine Frage. Aber unter all der nackten Haut steckt auch eine gehörige Portion Melancholie.

    Und das macht das Video für mich am Ende interessanter als jede noch so schöne Duschszene.

    Wobei … die darf natürlich trotzdem bleiben.

  • Offer Nissim trifft erneut auf Madonna

    Offer Nissim trifft erneut auf Madonna

    Madonna trifft auf die Tanzfläche: Offer Nissims Remix von Bring Your Love

    Wenn Madonna und Offer Nissim musikalisch aufeinandertreffen, sind hohe Erwartungen vorprogrammiert. Mit seinem neuen Remix von Bring Your Love verleiht der israelische DJ und Produzent dem Song eine neue Energie und verwandelt ihn in eine mitreißende Club-Hymne, die sowohl langjährige Madonna-Fans als auch Liebhaber elektronischer Dance-Musik begeistert.

    Eine neue Perspektive auf einen Madonna-Song

    Der Song von Madonna & Sabrina Carpenter beginnt sehr mystisch und leicht orientalisch angehaucht. Das dazugehörige KI-Video unterstreicht dabei diese Mystik noch. Und dann wechselt der Song vom Intro zu einem neuen Dancefloor-Kracher von Offer Nissim.

    Statt die Identität des Originals zu verändern, hebt der Remix dessen Stärken hervor. Die Gesangsspuren stehen weiterhin im Mittelpunkt, werden jedoch von dynamischen Synthesizer-Flächen und treibenden Rhythmen begleitet, die dem Song eine völlig neue Dimension verleihen.

    Der unverwechselbare Sound von Offer Nissim

    Offer Nissim gehört seit Jahren zu den prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Clubszene. Bekannt für seine emotionalen, oft epischen House-Produktionen, schafft er es immer wieder, Pop-Songs in energiegeladene Dance-Tracks zu verwandeln. In der Vergangenheit hat er bereits mehrere offizielle Remixe für Madonna angefertigt. Darunter beispielsweise Girl Gone Wild (Offer Nissim Club Mix), Living for Love (Offer Nissim Living For Drama Remix) oder den Madame X In The Sphinx Mix von Medellín

    Auch bei Bring Your Love ist seine Handschrift sofort erkennbar. Der Remix baut sich langsam auf, erzeugt Spannung und mündet schließlich in kraftvolle Höhepunkte, die für volle Tanzflächen gemacht sind. Besonders gelungen ist die Balance zwischen melodischer Tiefe und clubtauglicher Energie.

    Perfekt für Club und Festival

    Was diesen Remix besonders macht, ist seine Vielseitigkeit. Er funktioniert sowohl als Track in einem Club-Set als auch als emotionaler Moment auf einer Festivalbühne. Die Verbindung aus Madonnas markanter Stimme und Nissims energetischer Produktion sorgt für einen Sound, der gleichzeitig vertraut und frisch wirkt.

    Mein Fazit

    Offer Nissims Prayer Of Love-Remix von Bring Your Love zeigt eindrucksvoll, wie eine gelungene Neuinterpretation aussehen kann. Er respektiert die Essenz des Originals, erweitert sie aber um moderne House-Elemente und eine unverwechselbare Club-Atmosphäre. Das Ergebnis ist ein Track, der sowohl Madonna-Fans als auch Anhänger elektronischer Musik anspricht und einmal mehr unterstreicht, warum Remixe eine wichtige Rolle in der Popkultur spielen. Von mir gibt es dafür mal wieder den Daumen hoch.

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