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  • Offer Nissim trifft erneut auf Madonna

    Offer Nissim trifft erneut auf Madonna

    Madonna trifft auf die Tanzfläche: Offer Nissims Remix von Bring Your Love

    Wenn Madonna und Offer Nissim musikalisch aufeinandertreffen, sind hohe Erwartungen vorprogrammiert. Mit seinem neuen Remix von Bring Your Love verleiht der israelische DJ und Produzent dem Song eine neue Energie und verwandelt ihn in eine mitreißende Club-Hymne, die sowohl langjährige Madonna-Fans als auch Liebhaber elektronischer Dance-Musik begeistert.

    Eine neue Perspektive auf einen Madonna-Song

    Der Song von Madonna & Sabrina Carpenter beginnt sehr mystisch und leicht orientalisch angehaucht. Das dazugehörige KI-Video unterstreicht dabei diese Mystik noch. Und dann wechselt der Song vom Intro zu einem neuen Dancefloor-Kracher von Offer Nissim.

    Statt die Identität des Originals zu verändern, hebt der Remix dessen Stärken hervor. Die Gesangsspuren stehen weiterhin im Mittelpunkt, werden jedoch von dynamischen Synthesizer-Flächen und treibenden Rhythmen begleitet, die dem Song eine völlig neue Dimension verleihen.

    Der unverwechselbare Sound von Offer Nissim

    Offer Nissim gehört seit Jahren zu den prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Clubszene. Bekannt für seine emotionalen, oft epischen House-Produktionen, schafft er es immer wieder, Pop-Songs in energiegeladene Dance-Tracks zu verwandeln. In der Vergangenheit hat er bereits mehrere offizielle Remixe für Madonna angefertigt. Darunter beispielsweise Girl Gone Wild (Offer Nissim Club Mix), Living for Love (Offer Nissim Living For Drama Remix) oder den Madame X In The Sphinx Mix von Medellín

    Auch bei Bring Your Love ist seine Handschrift sofort erkennbar. Der Remix baut sich langsam auf, erzeugt Spannung und mündet schließlich in kraftvolle Höhepunkte, die für volle Tanzflächen gemacht sind. Besonders gelungen ist die Balance zwischen melodischer Tiefe und clubtauglicher Energie.

    Perfekt für Club und Festival

    Was diesen Remix besonders macht, ist seine Vielseitigkeit. Er funktioniert sowohl als Track in einem Club-Set als auch als emotionaler Moment auf einer Festivalbühne. Die Verbindung aus Madonnas markanter Stimme und Nissims energetischer Produktion sorgt für einen Sound, der gleichzeitig vertraut und frisch wirkt.

    Mein Fazit

    Offer Nissims Prayer Of Love-Remix von Bring Your Love zeigt eindrucksvoll, wie eine gelungene Neuinterpretation aussehen kann. Er respektiert die Essenz des Originals, erweitert sie aber um moderne House-Elemente und eine unverwechselbare Club-Atmosphäre. Das Ergebnis ist ein Track, der sowohl Madonna-Fans als auch Anhänger elektronischer Musik anspricht und einmal mehr unterstreicht, warum Remixe eine wichtige Rolle in der Popkultur spielen. Von mir gibt es dafür mal wieder den Daumen hoch.

  • Als Hamburg plötzlich ohne Hose U-Bahn fuhr

    Als Hamburg plötzlich ohne Hose U-Bahn fuhr

    Manchmal findet man beim Herumstöbern im Internet Dinge wieder, bei denen man kurz denkt:

    Ach ja. Das habe ich ja auch mal gemacht.

    In diesem Fall war es ein alter Zeitungsartikel aus dem Jahr 2015. Darin ging es um Menschen, die mitten im Januar ohne Hose durch Hamburg fuhren.

    Mit der U-Bahn.

    Und ich war nicht etwa zufällig dabei.

    Ich gehörte zu denen, die dazu aufgerufen hatten.

    Eine Idee aus New York

    Der No Pants Subway Ride begann 2002 in New York. Hinter der Aktion steckte die Gruppe Improv Everywhere. Die Idee war ebenso simpel wie absurd: Menschen fahren ganz normal mit der U-Bahn – und entledigen sich irgendwann ihrer Hose.

    Keine Demonstration, keine große Botschaft. Es ging um den absurden Moment und darum, andere Menschen zum Lachen zu bringen.

    Aus der New Yorker Aktion wurde mit den Jahren ein internationales Ereignis mit Teilnehmern in zahlreichen Städten rund um die Welt.

    Und irgendwann auch in Hamburg.

    Ich war damals Mitglied der Hamburger Flashmob-Community. Wir organisierten unterschiedliche Aktionen und waren natürlich immer auf der Suche nach neuen Ideen.

    Menschen dazu zu bringen, mitten im Hamburger Winter ihre Hosen in der U-Bahn auszuziehen?

    Klang passend.

    Im ersten Jahr waren wir noch Anfänger

    Bei unserer ersten Hamburger Ausgabe war der Ablauf noch vergleichsweise einfach. Wir starteten alle an derselben Haltestelle.

    Was wir allerdings ein wenig unterschätzt hatten:

    Die Presse hatte ebenfalls Wind von der Sache bekommen.

    Und mit Presse meine ich nicht ein oder zwei Fotografen, die irgendwo möglichst unauffällig am Bahnsteig herumstanden.

    Am Treffpunkt erschienen gleich mehrere Fernsehteams, darunter RTL Nord.

    Die stiegen anschließend sogar mit uns in die U-Bahn und versuchten dort, möglichst „unauffällig“ zu filmen.

    Was mit einem Fernsehteam samt Kameraausrüstung in einer U-Bahn ungefähr so gut funktioniert, wie man es sich gerade vorstellt.

    Immerhin waren sie vorbereitet: Sie hatten sich sogar entsprechende Drehgenehmigungen vom HVV besorgt.

    Für die Berichterstattung war das natürlich prima.

    Für das Grundprinzip eines Flashmobs eher weniger.

    Wir mussten an der Choreografie arbeiten

    In den folgenden Jahren wurde die Hamburger Variante deshalb etwas ausgefeilter.

    Es gab einen gemeinsamen Treffpunkt, an dem zunächst erklärt wurde, wie die Aktion ablaufen sollte. Anschließend fuhren einzelne Gruppen voraus und verteilten sich auf die folgenden drei Haltestellen.

    Und ganz wichtig:

    Alle waren zunächst vollständig angezogen.

    Die Hose blieb also keineswegs zu Hause.

    Dann kam die Bahn.

    Die ersten Teilnehmer stiegen ein.

    Eine Station später kamen weitere dazu.

    Dann noch einmal welche.

    Und erst in der Bahn kam der entscheidende Moment:

    Hose aus.

    Natürlich blieb die Unterwäsche an. Die Hose verschwand in einer mitgebrachten Tasche oder einem Rucksack.

    Danach bestand die eigentliche Kunst darin, sich möglichst so zu verhalten, als wäre überhaupt nichts Besonderes passiert.

    Herumsitzen. Lesen. Aus dem Fenster schauen.

    Und möglichst nicht den anderen Teilnehmern quer durch den Wagen verschwörerisch zugrinsen.

    Für die normalen Fahrgäste entwickelte sich die Situation dadurch erst nach und nach.

    Gerade eben war das noch eine vollkommen gewöhnliche Hamburger U-Bahn.

    Und plötzlich saßen erstaunlich viele Menschen darin, die offenbar völlig unabhängig voneinander beschlossen hatten, an diesem Tag auf Beinkleidung zu verzichten.

    Spätestens beim Umsteigen war dann allerdings nichts mehr unauffällig.

    Die Sache mit der Unterwäsche

    Natürlich gab es Regeln.

    Lustig durfte die Unterwäsche sein. Ausgefallen auch. Pompös? Sehr gerne.

    Nur anstößig sollte es nicht werden.

    In einer späteren Veranstaltungsankündigung formulierten wir das sogar ziemlich deutlich: Strings oder „Rüsselslips“ waren ausdrücklich nicht erwünscht. Es sollte schließlich lustig und nicht anstößig sein.

    Schließlich ging es nicht darum, andere Fahrgäste zu schockieren.

    Wir wollten sie zum Schmunzeln bringen.

    Und daran erinnere ich mich tatsächlich noch: an viele amüsierte Gesichter.

    Dieses kurze Zögern.

    Der Blick auf die Person gegenüber.

    Noch ein Blick durch den Wagen.

    Und irgendwann vermutlich die Erkenntnis:

    Hier stimmt doch irgendetwas nicht.

    Genau darum ging es.

    Al Fonso fährt U-Bahn

    Bei der Wahl der Unterwäsche durfte man durchaus kreativ werden.

    Und 2012 hatte ich dafür sogar ein echtes Einzelstück.

    Frank Bürmann von The Art of Hamburg bemalte eigens für mich eine weiße Unterhose. Das Motiv stammte von Al Fonso, seinem etwas versauten Alter Ego.

    Und das gute Stück blieb im Einsatz: Am 8. Januar 2017 präsentierte ich es auf Instagram erneut mit den Worten:

    „Heute mal wieder mit Kunst von Al Fonso unterwegs!“

    Sagen wir es so:

    Unauffällig war die Unterhose nicht.

    Sollte sie aber auch gar nicht sein.

    Und falls sich jemand fragt, was daraus geworden ist:

    Ich habe sie noch.

    Al Fonso im Einsatz beim No Pants Subway Ride 2017.

    Die Unterhose hatte damit eine längere No-Pants-Subway-Ride-Karriere als so mancher Teilnehmer.

    Und die Presse durfte trotzdem wiederkommen

    Aus den Erfahrungen des ersten Jahres hatten wir gelernt.

    Die Medien waren auch bei späteren Aktionen willkommen. Nur wollten wir vorher wissen, wer kommt und wie die Berichterstattung ablaufen sollte.

    Denn wenn bereits ein Kamerateam im Wagen steht und darauf wartet, dass gleich etwas passiert, ist das Überraschungsmoment naturgemäß überschaubar.

    In unserer Veranstaltungsbeschreibung für 2018 gab es deshalb sogar einen eigenen Hinweis für die Presse. Nach den schlechten Erfahrungen des ersten Jahres baten wir ausdrücklich um vorherige Kontaktaufnahme. Berichterstattung war willkommen – nur sollten Kamerateams nicht wieder die eigentliche Aktion in den U-Bahnen zerstören.

    Treffpunkt war 2018 übrigens der U-Bahnhof St. Pauli am Ausgang Heiligengeistfeld. Vollständig bekleidet, versteht sich.

    Man kann schließlich viel über uns sagen. Aber unorganisiert waren wir nicht.

    Und heute?

    Heute stolpere ich wieder über alte Artikel, Veranstaltungsbeschreibungen und Fotos aus dieser Zeit und denke:

    Ach ja. Da war ja was.

    Es gab tatsächlich einige Jahre, in denen wir Menschen dazu brachten, sich mitten im Januar in Hamburger U-Bahnen ihrer Hosen zu entledigen.

    Mit Treffpunkt.

    Mit Ablaufplan.

    Mit verteilten Einstiegsstationen.

    Mit Pressekoordination.

    Mit Drehgenehmigungen.

    Und gelegentlich mit eigens von Hamburger Künstlern bemalten Unterhosen.

    Andere Menschen sammeln Briefmarken.

    Ich habe Flashmobs organisiert.

    Wobei …

    Inzwischen sammle ich auch Briefmarken.

    Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

  • Wie mein roter Bart in einem Video von Charlie Hides landete

    Wie mein roter Bart in einem Video von Charlie Hides landete

    Manchmal findet man beim Aufräumen alter Festplatten Dinge wieder, bei denen man sofort weiß:

    Ach ja. Da war ja was.

    In meinem Fall war es ein Foto von mir mit schwarzer Mütze, nacktem Oberkörper, einem ziemlich auffällig rot gefärbten Bart und drei großen roten Buchstaben auf der Brust:

    LUV.

    Und natürlich gibt es dazu eine Geschichte.

    Es war 2012

    Madonna hatte gerade mit „Give Me All Your Luvin’“ die erste Single aus ihrem neuen Album MDNA veröffentlicht. Und natürlich dauerte es nicht lange, bis der Song auch in der kleinen Welt der Madonna-Parodien ankam.

    Charlie Hides verfolgte ich damals schon eine ganze Weile auf YouTube. Auf seinem Kanal gab es Parodien auf Madonna, Cher, Lady Gaga und diverse andere Damen aus der Popwelt.

    Als Charlie eine Parodie zu „Give Me All Your Luvin’“ plante, gab es einen Aufruf an die Zuschauer: Wir sollten Bilder zum Thema LUV einschicken.

    Nun könnte man in einer solchen Situation einfach ein Blatt Papier nehmen, „LUV“ darauf schreiben, ein Foto machen und fertig.

    Könnte man.

    Mein damaliger Nachbar Attila war allerdings Fotograf.

    Das eröffnete gewisse Möglichkeiten.

    Wenn schon LUV, dann richtig

    Ich meine, die Idee für das Motiv kam von mir. Ganz sicher bin ich mir nach inzwischen vierzehn Jahren allerdings nicht mehr. Möglicherweise gab es damals für die eingesandten Bilder auch noch irgendwelche Vorgaben von Charlie.

    Was ich dagegen ziemlich genau weiß: Es sollte zum Thema passen.

    Also landete ein großes LUV direkt auf meiner Brust. Mit roter, wasserbasierter Farbe.

    Und weil dieselbe Farbe nun ohnehin schon da war und ich einen Bart hatte, bekam der ebenfalls eine Behandlung.

    Rot. Sehr rot.

    Schwarze Mütze dazu, Oberkörper frei, vor die Kamera – und Attila machte daraus ein erstaunlich professionelles Studioporträt.

    Das fertige Bild schickte ich ein.

    Und dann passierte erst einmal:

    Nichts.

    Und plötzlich war ich da

    Ob Charlie mein Foto überhaupt verwenden würde, wusste ich nicht. Eine Nachricht nach dem Motto „Herzlichen Glückwunsch, dein roter Bart hat es geschafft!“ bekam ich jedenfalls nicht.

    Irgendwann erschien die Parodie.

    Also Video an.

    Schauen.

    Und dann:

    Moment mal.

    Da war ich.

    Mit rotem Bart.
    Mit nackter Brust.
    Mit LUV.

    Und nicht einmal irgendwo für einen Sekundenbruchteil so klein im Hintergrund, dass man hinterher darüber diskutieren müsste, ob ich das wirklich gewesen bin.

    Mein Foto war ziemlich unübersehbar neben Charlie im Video zu sehen.

    Damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet.

    Und da war ich plötzlich: mein LUV-Foto in Charlie Hides’ Madonna-Parodie von 2012.

    Vierzehn Jahre später

    Und jetzt, vierzehn Jahre später, tauchte dieses Foto wieder auf.

    Eigentlich war ich gerade damit beschäftigt, Dateien von einer alten Festplatte zu retten und einigermaßen sinnvoll zu sortieren. Zwischen alten Projekten, Fotos und Dingen, von denen ich längst vergessen hatte, dass ich sie überhaupt noch besitze, lag plötzlich wieder dieses Bild.

    Schwarze Mütze. Roter Bart. LUV.

    Und sofort war die Geschichte wieder da.

    Solche Fundstücke sind vermutlich einer der Gründe, warum es MISTERWORLD überhaupt gibt. Nicht alles, was einem irgendwann einmal passiert ist, ist weltbewegend. Aber manches ist einfach viel zu schön, zu schräg oder zu persönlich, um für immer auf irgendeiner Festplatte zu verschwinden.

    Und manchmal landet man eben unverhofft in einer Madonna-Parodie.

    Auch das kann passieren.