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    American Horror Story 13 – Die Rückkehr der Hexen, Freaks und alten Bekannten

    13 Staffeln, unzählige Albträume und ein Wiedersehen mit einigen der legendärsten Figuren der Serie. American Horror Story kehrt zurück und ausgerechnet die Unglückszahl 13 könnte für Fans der ersten Stunde zum echten Glücksfall werden.

    Die 13 hat es in sich

    Seit 2011 beschert uns American Horror Story regelmäßig schlaflose Nächte, verstörende Geschichten und Charaktere, die man so schnell nicht wieder vergisst. Mal verschlug es uns in ein verfluchtes Haus, mal in eine psychiatrische Anstalt, dann wieder zu Hexen, Freaks, Vampiren oder gleich mitten in die Apokalypse. Dabei war die Serie für mich immer ein bisschen wie eine Wundertüte, denn man wusste nie so genau, was Ryan Murphy und Brad Falchuk als Nächstes auspacken würden. Und während manche Staffeln mich von der ersten bis zur letzten Folge begeistern konnten, gab es durchaus auch Geschichten, bei denen ich mich gefragt habe, was sich die beiden eigentlich dabei gedacht haben.

    Doch jetzt steht ausgerechnet Staffel 13 vor der Tür und die verspricht ein Wiedersehen mit zahlreichen alten Bekannten. Ob die vermeintliche Unglückszahl der Serie am Ende tatsächlich Glück bringt, wird sich zeigen. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls schon einmal ziemlich vielversprechend.

    Jessica, Evan und Sarah – das AHS-Traumtrio

    Für mich gibt es vor allem drei Namen, die untrennbar mit American Horror Story verbunden sind: Jessica Lange, Evan Peters und Sarah Paulson. Jessica Lange mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus Eleganz, Boshaftigkeit und Tragik, Evan Peters, der selbst den verstörendsten Figuren eine unglaubliche Intensität verleiht, und Sarah Paulson, die es immer wieder schafft, zwischen blanker Verzweiflung, Verletzlichkeit und beeindruckender Stärke zu wechseln. Diese drei haben die Serie für mich über viele Jahre entscheidend geprägt und dass sie in Staffel 13 endlich wieder gemeinsam dabei sind, ist für mich schon Grund genug, einzuschalten.

    Und damit nicht genug, denn auch Angela Bassett, Kathy Bates, Emma Roberts, Billie Lourd, Gabourey Sidibe und Leslie Grossman gehören zur Besetzung. Dazu gesellen sich zahlreiche weitere bekannte und neue Gesichter, sodass es fast den Anschein hat, als hätte Ryan Murphy für die 13. Runde noch einmal sämtliche Schubladen seiner AHS-Schatzkiste geöffnet. Ob er dabei auch die eine oder andere Überraschung hervorgezaubert hat, bleibt abzuwarten.

    Hexen, Wahnsinn, Freaks und ein bisschen Achtziger-Trash

    Wenn ich auf die bisherigen Staffeln zurückblicke, steht für mich Coven ganz oben. Die Hexen von New Orleans, ihre Intrigen, Machtkämpfe und herrlich exzentrischen Charaktere haben mich besonders begeistert, wobei Jessica Lange als Fiona Goode natürlich ein absolutes Highlight war. Dicht dahinter folgt Asylum, eine der wohl beklemmendsten Geschichten der gesamten Reihe, und auf Platz drei landet bei mir Freak Show, nicht zuletzt wegen ihrer außergewöhnlichen Figuren und der großartigen Besetzung.

    Natürlich gab es auch andere Staffeln, die auf ihre ganz eigene Weise ihren Reiz hatten. 1984 beispielsweise war eine herrlich überdrehte Hommage an die Slasher- und Trash-Horrorfilme der Achtziger, mit allem, was dazugehört: Sommercamp, Serienkiller, reichlich Kunstblut, jede Menge Nostalgie und natürlich Gus Kenworthy in seinen verdammt knappen Sporthöschen. Man muss schließlich auch die kleinen Details einer Serie zu würdigen wissen, und wer mich kennt, weiß, dass mir solche Details selbstverständlich nicht entgehen.

    Allerdings konnte mich nicht jede Staffel gleichermaßen überzeugen. Besonders NYC und Delicate gehören für mich zu den schwächeren Kapiteln der Reihe, während mich bei Hotel vor allem der enorme Hype um Lady Gaga als Countess gestört hat. Nicht, dass die Staffel grundsätzlich schlecht gewesen wäre, aber ihre Darstellung wurde für meinen Geschmack doch etwas zu sehr gefeiert. Wäre das allerdings Madonna gewesen, hätte ich vermutlich ganz anders darüber gedacht. Immerhin hat die Queen of Pop bereits 1995 in Four Rooms eine Hexe in einem Hotel gespielt, und das auch noch stilecht im hautengen Latexkleid! Gut, bei American Horror Story: Hotel ging es eher um Vampire, aber vom Hexenzirkel zur blutdürstigen Countess wäre es ja nur ein kleiner Karriereschritt gewesen. Das passende Outfit hätte Madonna jedenfalls schon gehabt, und ich bin schließlich auch nicht vollkommen objektiv.

    Sieben Hexen aus American Horror Story 13 in schwarzen Outfits auf einer Straße: Madison Montgomery, Myrtle Snow, Queenie, Cordelia Goode, Coco St. Pierre Vanderbilt, Ophelia und Morwenna.

    Trotz solcher gelegentlichen Enttäuschungen hat es American Horror Story über all die Jahre immer wieder geschafft, mich neugierig auf die nächste Geschichte zu machen. Vielleicht liegt genau darin eines der Erfolgsgeheimnisse der Serie, denn selbst wenn eine Staffel nicht meinen Geschmack getroffen hat, konnte die nächste schon wieder eine völlig andere Richtung einschlagen und mich aufs Neue begeistern.

    Und dann wären da natürlich noch die zahlreichen ausgesprochen ansehnlichen Männer, die Ryan Murphy im Laufe der Jahre durch seine Horrorgeschichten geschickt hat. Neben Evan Peters wären da beispielsweise Matt Bomer, Finn Wittrock, Cheyenne Jackson, Cody Fern oder Wes Bentley zu nennen. Dass der eine oder andere davon gelegentlich recht wenig Kleidung trug, war der Aufmerksamkeit meinerseits sicherlich nicht abträglich. Man kann schließlich eine anspruchsvolle Horrorserie genießen und gleichzeitig ein Auge für die optischen Qualitäten ihrer Darsteller haben. Das eine schließt das andere ja nun wirklich nicht aus!

    Ein Wiedersehen mit alten Albträumen

    Für die 13. Staffel haben sich die Macher offenbar etwas Besonderes einfallen lassen, denn statt ausschließlich neue Figuren und Geschichten zu präsentieren, kehren zahlreiche Charaktere aus vergangenen Staffeln zurück. Darunter Constance Langdon aus Murder House, Cordelia Goode und Madison Montgomery aus Coven, Marie Laveau, Rubber Man, Twisty the Clown und Kai Anderson. Gerade als großer Coven-Fan freue ich mich natürlich besonders auf die Rückkehr der Hexen, denn die bissigen Dialoge, die Machtkämpfe und die herrlich überzeichneten Persönlichkeiten gehörten für mich zu den größten Stärken der gesamten Serie.

    Evan Peters als Tate Langdon in einem hautengen schwarzen Latexanzug in American Horror Story 13.

    Wie die verschiedenen Figuren und Geschichten diesmal miteinander verbunden werden, bleibt vorerst eines der großen Geheimnisse. Ein solches Wiedersehen birgt natürlich auch gewisse Risiken, schließlich reicht es nicht, möglichst viele beliebte Charaktere wieder auf den Bildschirm zu bringen, wenn am Ende keine überzeugende Geschichte dabei herauskommt. Andererseits hat American Horror Story bereits mit Apocalypse gezeigt, dass sich unterschiedliche Staffeln durchaus miteinander verknüpfen lassen. Warum also nicht noch einmal, diesmal vielleicht sogar eine Nummer größer?

    13 Folgen für die 13. Staffel

    Auch beim Format gibt es eine Besonderheit, denn American Horror Story: 13 besteht aus insgesamt 13 Episoden mit jeweils rund 30 Minuten Laufzeit. Damit fallen die einzelnen Folgen deutlich kürzer aus als in vielen früheren Staffeln, was durchaus interessant werden könnte. Vielleicht sorgt die kompaktere Erzählweise ja für ein strafferes Tempo und erspart uns die eine oder andere unnötig in die Länge gezogene Nebenhandlung. Andererseits muss sich natürlich erst noch zeigen, ob eine halbe Stunde ausreicht, um den zahlreichen Figuren und ihren Geschichten gerecht zu werden.

    Ab dem 7. November 2026 erscheint die neue Staffel in Deutschland auf Disney+, wobei die Episoden im wöchentlichen Rhythmus veröffentlicht werden. Wer vorher noch einmal in Erinnerungen schwelgen oder die eine oder andere Staffel nachholen möchte, findet dort auch sämtliche bisherigen Folgen der Serie. Gerade bei den zahlreichen zurückkehrenden Charakteren könnte sich ein kleiner Auffrischungskurs durchaus lohnen.

    Zurück zu den Wurzeln?

    Mit Staffel 13 scheint American Horror Story vor allem eines zu wollen: die eigene Vergangenheit feiern und dabei möglichst viele Fans der ersten Stunde wieder vor den Bildschirm locken. Die Rückkehr von Jessica Lange, Evan Peters und Sarah Paulson, das Wiedersehen mit den Hexen aus Coven und zahlreiche weitere vertraute Figuren lassen jedenfalls auf eine gehörige Portion Nostalgie schließen. Ob daraus tatsächlich eine der stärkeren Staffeln der Reihe wird oder am Ende doch nur ein großes Klassentreffen des Grauens, bleibt natürlich abzuwarten.

    Ich persönlich hoffe vor allem auf das, was American Horror Story in seinen besten Momenten ausgezeichnet hat: außergewöhnliche Figuren, eine beklemmende Atmosphäre, bösen Humor und Geschichten, die auch nach dem Abspann noch im Kopf herumspuken. Und wenn dann noch Jessica Lange mit einem ihrer herrlich vernichtenden Blicke um die Ecke kommt, Sarah Paulson wieder zwischen Wahnsinn und Verzweiflung balanciert und Evan Peters für den nächsten Albtraum sorgt, bin ich eigentlich schon ziemlich zufrieden.

    Ob die 13 am Ende eine Glücks- oder Unglückszahl für die Serie wird, erfahren wir in den kommenden Wochen. Ich werde jedenfalls wieder einschalten, denn trotz aller Höhen und Tiefen hat mich American Horror Story über die Jahre nie ganz losgelassen.

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    In diesem Sinne: Licht aus, Vorhänge zu und willkommen zurück im amerikanischen Albtraum!